Geschichtsverein Hallig Hooge
Verein
für Kultur und Geschichte
auf der
Hallig Hooge e.V.
Geschichte der Hallig Hooge
Von der Nordsee, der Mordsee, vom Festland geschieden
liegen die friesischen Inseln im Frieden.
Und Zeugen weltenvernichtender Wut,
Taucht Hallig auf Hallig aus fliehender Flut.
Die Möwe zankt schon auf wachsenden Watten,
Der Seehund sonnt sich auf sandigen Platten.
Trutz, Blanke Hans.
In aller Dramatik beschrieb Detlef von Liliencron in seiner Zeit als Landesvogt auf der Insel Pellworm Ende des 19. Jh.s die Vernichtung der Sagen-umwobenen Stätte Rungholt. Zeugen dieser katastrophalen Sturmflut, der Ersten großen 'Mandränke' von 1362, sind bis heute die Halligen. Geboren aus Springfluten und Stürmen wuchsen sie langsam über den Meeresspiegel hinaus. Mit jeder weiteren Überflutung lagerte sich eine neue millimeterfeine Sedimentschicht ab, ein Prozess, der sich noch heute bei jedem 'Landunter' auf den Halligen wiederholt. Die mittelalterlichen Landflächen liegen inzwischen bis zu 2m tief unter der heutigen Oberfläche. Jahrhundertelang forderte der 'Blanke Hans' in schöner Regelmäßigkeit aber auch wieder Land zurück. Von fünfzig bis hundert Halligen, die es einmal gegeben haben soll, waren im 19ten Jh. gerade mal zehn übrig geblieben. Dann erst hatte sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Halligen ein unschätzbarer Wellenbrecher für die Festlandsküste sind. Bewohner und Behörden begannen dieses natürliche Bollwerk mit Dämmen und Steinkanten zu sichern.
Hallig Hooge verlor allein im 19. Jh. über 25% seiner Landflächen. Erst durch den 11km langen Sommerdeich, der in den Jahren 1911-1914 erbaut wurde und bis heute ständig den wachsenden Sicherheitsanforderungen angepasst wird, konnte ein weiterer Landverlust weitestgehend ausgeschlossen werden.
Wann die Hallig erstmals besiedelt werden konnte, ist nicht bekannt. Vermutlich boten sich dafür als erste die beiden großen alten Dorfwarften Hanswarft und Backenswarft an. Die früheste bekannte namentliche Auflistung der 'Huswerde up de Hoge' - Hauswirte auf Hooge - stammt aus dem Jahr 1622. Damals gab es bereits 15 bewohnte Warften.
Kindernachrichten
Ein Friese zieht nach Hallig Hooge und braucht einen Namen
Herbstmarkt auf Hallig Hooge
Im Rahmen des Herbstmarktes am Samstag, den 18. Oktober 2025,
von 11.00 bis 16.00 Uhr auf der Hanswarft,
auf der Terrasse vor der ehemaligen Traditionsgaststätte Zum Seehund,
werden Kinder (bis 16 Jahre) aufgerufen,
einen Namen für diesen Friesen vorzuschlagen.
Dieses wunderschöne schwarz/braune Pferd, ein Friese, ist aus einem sehr besonderen Holz geschnitzt: Eine Mooreiche, die bei Ausgrabearbeiten in der Nähe von Bredstedt gefunden wurde. Das Holz stammt aus einer längst vergangenen Epoche, nämlich der Frühbronzezeit. Der letzte Jahresring wird auf das Jahr 2938 v. Chr. datiert und somit ist es bereits 4963 Jahre alt.
Mit so einem Alter hat man schon viel erlebt! Das Pferd kann leider nicht reden, aber derjenige, der es geschnitzt hat - Der „Pferdevater“ Friedrich Becht, wird uns davon berichten, wie das Pferd beispielsweise zu Mitgliedern des Stammes Tsuut’ina Nation nach Kanada gereist ist.
Damit das Pferd nicht immer nur das Pferd genannt wird, braucht es einen Namen.
Bitte schickt uns eure Ideen!
Ihr könnt eure max. zwei Vorschläge bis spätestens 18.10.25, 12 Uhr
· auf einer Karte in den Briefkasten im Hallig Hus auf der Hanswarft direkt einwerfen,
· per Post an den Geschichtsverein (Hanswarft, 258589 Hallig Hooge) schicken oder
· per eMail an kontakt(Replace this parenthesis with the sign)geschichtsverein-hooge.de senden.
Bitte vergesst nicht euren Namen und eine Telefonnummer anzugeben, damit wir euch ggf. erreichen können.
Den Namensgeber erwartet eine kleine Überraschung als Dankeschön.
Wir freuen uns auf eure Vorschläge und auch auf ein persönliches Treffen, auf dem Herbstmarkt auf der Hanswarft, am 18. Oktober.
Der Geschichtsverein der Hallig Hooge